Digitalisierung

FDP Duisburg-West fordert zügigen Neustart beim Glasfaserausbau nach Vertragsauflösung

6. Februar 2026

Der FDP-Ortsverband Duisburg-West nimmt die Entscheidung der Stadt Duisburg zur Kenntnis, die Zusammenarbeit mit der Deutsche GigaNetz GmbH in Teilen des Stadtgebiets zu beenden. Betroffen sind insbesondere die Stadtteile Baerl, Homberg und Rheinhausen. Nach Auffassung der Freien Demokraten war es unumgänglich, Konsequenzen zu ziehen, wenn Ausbauzusagen über längere Zeit nicht eingehalten werden und damit Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen in Unsicherheit bleiben. Gerade im Duisburger Westen besteht seit Jahren ein erheblicher Nachholbedarf bei der digitalen Infrastruktur.

„Wer jahrelang Versprechen macht und dann kaum liefert, verspielt Vertrauen“, erklärt der FDP-Kreisvorsitzende Oliver Alefs. „Die Menschen im Duisburger Westen haben ein Recht auf klare Zeitpläne und verlässliche Informationen. Jetzt muss die Stadt konsequent handeln und den Glasfaserausbau neu und solide aufstellen.“

Besonders sensibel ist die Situation für zahlreiche Haushalte, die bereits Verträge abgeschlossen haben, ohne bislang einen Anschluss erhalten zu haben. Der FDP-Ortsverband fordert hier eine klare und verständliche Information über Kündigungsrechte, Vertragslaufzeiten und Fristen sowie rechtssichere Beratungsangebote in Zusammenarbeit mit Verbraucherstellen. Zudem müsse eine enge Abstimmung zwischen Stadtverwaltung und Anbietern sichergestellt werden. Der Ortsvorsitzende Thomas Rangs ergänzt: „Viele Bürgerinnen und Bürger fühlen sich seit Monaten alleingelassen. Es darf nicht sein, dass Menschen Verträge unterschreiben und dann jahrelang auf einen Anschluss warten. Wir erwarten von der Stadt eine offensive Informationspolitik und echte Unterstützung für Betroffene.“

Der FDP-Ortsverband Duisburg-West begrüßt, dass die Stadt alternative Ausbauwege prüft und unter anderem die städtische Gesellschaft Duisburg CityCom einbeziehen will. Entscheidend sei dabei, dass künftige Kooperationen nur mit Unternehmen geschlossen werden, die realistische Zeitpläne, ausreichende finanzielle Ausstattung und nachweisliche Umsetzungskompetenz vorweisen können. Die FDP fordert deshalb verbindliche Meilensteine in neuen Ausbauverträgen, klare Sanktionsmechanismen bei Nichterfüllung, regelmäßige öffentliche Sachstandsberichte sowie eine Priorisierung bislang unterversorgter Quartiere im Duisburger Westen.

„Digitale Infrastruktur entscheidet über Zukunftschancen – für Familien, Schulen, Gewerbebetriebe und die wirtschaftliche Entwicklung unserer Stadt“, so Rangs. Der Glasfaserausbau sei Kern moderner kommunaler Infrastruktur, und die Menschen in Baerl, Homberg und Rheinhausen bräuchten endlich Planungssicherheit. Der FDP-Ortsverband Duisburg-West werde den weiteren Verlauf kritisch begleiten und sich im Rat dafür einsetzen, dass der Duisburger Westen beim Glasfaserausbau nicht erneut ins Hintertreffen gerate. Weitere Jahre des Stillstands dürfe es nicht geben.